Detailbestimmungen zur neuen "Home-Office-Weisung", gültig ab 18.01.2021

Der Bundesrat hat per 18. Januar 2021 weitere Verschärfungen der landesweiten Massnahmen mit Änderungen der Covid-19-Verordnungen beschlossen. Die Universitätsleitung hat diese neuen Massnahmen mit der «Home-Office-Weisung, (Prävention Coronavirus SARS-CoV-2)» für die UZH aufgenommen. Die Weisung gilt ab 18. Januar 2021 und ersetzt die Weisung «Angepasster Präsenzbetrieb» vom 20. Oktober 2020. Der Universitätsleitung ist der grösstmögliche Schutz der Mitarbeitenden und der Studierenden wichtig. Gleichzeitig sollen Lehre, Forschung und der Grundbetrieb der UZH weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Wo dies im Ausnahmefall nur mit Arbeit vor Ort möglich ist, gelten strenge flankierende Schutzmassnahmen. Auch der Regierungsrat des Kantons Zürich hat im Zusammenhang mit dem Coronavirus laufend neue Anordnungen im Personalbereich getroffen und wird in den nächsten Wochen weitere treffen. Mit diesen will er namentlich die kantonalen Angestellten schützen und gewährleisten, dass der Grundauftrag der Verwaltung aufrechterhalten werden kann. Das kantonale Personalrecht und damit auch die Anordnungen des Regierungsrats gelten grundsätzlich auch für die UZH.
Die Weisung der Universitätsleitung sowie die Anordnungen des Regierungsrates sollen möglichst gut verständlich sein. Häufig gestellte Fragen sollen beantwortet werden. Deshalb hat die Abteilung Personal die folgenden Detailbestimmungen zusammengestellt. Falls Sie darin sowie in den FAQ für Mitarbeitende die Antwort auf Ihre spezifische Frage nicht finden oder Anschlussfragen haben, steht Ihnen die zuständige Personalleitung der Abteilung Personal gerne zur Verfügung. Die neue Weisung finden Sie in der rechten Spalte.

Geltungsbereich

Die Weisung gilt für die vorliegende besondere Lage bis auf Widerruf und wird seitens der UZH regelmässig überprüft. Bei Bedarf kann sie per E-Mail-Kommunikation verlängert werden.
(Publiziert am 18.01.2021, ULB vom 13.01.2021)

Home-Office

Mit der neuen «Home-Office-Weisung, (Prävention Coronavirus SARS-CoV-2)» sollen die Kontakte auf ein Minimum reduziert werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern. Gleichzeitig muss der UZH-Betrieb funktionsfähig bleiben. Die Arbeitsleistung wird deshalb von allen Mitarbeitenden grundsätzlich im Home-Office erbracht, soweit der Betrieb dies zulässt. Bei Mitarbeitenden, deren Aufgaben nicht im Home-Office erbracht werden können, deren Arbeitsleistung vor Ort aber für den funktionierenden Betrieb nicht dringend erforderlich ist, ist auch die Zuteilung von anderen Aufgaben zu prüfen, die im Home-Office erbracht werden können. Mitarbeitende sind verpflichtet, die ihnen von den Vorgesetzten zugewiesenen anderen Aufgaben auszuführen.
Es besteht jedoch kein Anspruch auf Home-Office.
Im Ausnahmefall ist die Arbeitsleistung weiterhin vor Ort zu erbringen, weil gewisse Aufgaben für die Aufrechterhaltung des Betriebes schlicht nur vor Ort geleistet werden können, wie beispielsweise in der Tierpflege, im Labor, in der Raumpflege etc. oder, weil eine Minimalpräsenz von Schlüsselfunktionen erforderlich ist. Die Organisationseinheiten und hierin die Vorgesetzten prüfen und entscheiden, welche Arbeiten vor Ort ausgeübt werden müssen. Wenn die Arbeitsleistung vor Ort zu erbringen ist, gelten die strengen Schutzmassnahmen gemäss Weisung und gemäss den Schutzkonzepten. Hierzu gehören neben der neuen generellen Maskentragpflicht auch ggf. Abschrankungen oder die Zuteilung eines anderen Arbeitsplatzes, bei welchem die Abstandsregeln eingehalten werden können.
Die Vorgesetzten entscheiden und informieren die Mitarbeitenden darüber, wo ihre Arbeit zu erbringen ist. Sie hören die Mitarbeitenden dazu an. Die Mitarbeitenden müssen der Anordnung der Vorgesetzten zu Arbeit vor Ort Folge leisten. Besteht Uneinigkeit zwischen den Vorgesetzten und den Mitarbeitenden über das Arbeiten vor Ort, begründen die Vorgesetzten ihre Entscheidung den Mitarbeitenden schriftlich mit Kopie an die Instituts- oder Klinik-Direktion resp. bei den zentralen Diensten an die Abteilungsleitung, und beziehen die Abteilung Personal mit ein. Es wird eine einvernehmliche Lösung angestrebt. Im äussersten Fall wird die Konfliktsituation durch die Corona-Pandemiemanagement Führungs- und Koordinationsgruppe beurteilt und  der Universitätsleitung zur Entscheidung unterbreitet.
Die Personalleitenden der Abteilungen Personal und die Fachpersonen der Arbeitsmedizin beraten und unterstützen bei weiterführenden Fragen gerne.
(Publiziert am 18.01.2021, ULB vom 13.01.2021)

Arbeitszeit und Erreichbarkeit im Home-Office

Die Erreichbarkeit der Mitarbeitenden gilt während der Arbeit im Home-Office gleichermassen, wie bei der Arbeit vor Ort. Das heisst, während der regulären Arbeitszeiten (Büroarbeitszeiten) sollen die Mitarbeitenden grundsätzlich wie bisher erreichbar sein. Dies bedeutet auch, dass nicht nur schriftliche, sondern auch persönliche Kontaktnahmen erfolgen können, wie via Telefon, Teams oder Zoom.
Die Arbeitszeiterfassung im Home-Office erfolgt gleichermassen wie bei der Arbeit vor Ort; Mitarbeitende im Home-Office müssen grundsätzlich die tatsächlich geleistete Arbeit eintragen und zwar so, wie sie geleistet wurde. Die Einreichung der Arbeitszeittabellen erfolgt weiterhin am Monatsende, einfach per Mail.
Ein Missbrauch von Home-Office kann personalrechtliche Massnahmen zur Folge haben.
(Publiziert am 18.01.2021, ULB 13.01.2021)

Arbeitsmittel im Home-Office

Gemäss Bundesrat müssen Arbeitgebende den Arbeitnehmenden keine Auslagenentschädigung (Stromkosten, Beiträge an Mietkosten o.ä.) zahlen, da es sich nur um eine vorübergehende Anordnung handelt. Auch bei der UZH sollen nach Möglichkeit die betrieblich verfügbaren Arbeitsmittel im Home-Office zum Einsatz kommen. Es gelten die Bestimmungen der Home-Office-Weisung vom 13. Januar 2021 (PDF, 56 KB). Die Personalleitenden der Abteilung Personal unterstütze n bei weiterführenden Fragen gerne.
(Publiziert am 18.01.2021, ULB 13.01.2021)

Neue Mitarbeitende / Probezeit im Home-Office

Die Probezeit beginnt mit Antritt der Stelle zu laufen, unabhängig davon, ob die Arbeit vor Ort oder im Home-Office erfolgt, da die Arbeitsleistung im Home-Office beurteilt werden kann. Eine Verlängerung der Probezeit ist nur möglich, wenn die/der Mitarbeitende aufgrund von Krankheit oder Unfall sowie wegen behördlich angeordneter Quarantäne oder Isolation ausfällt.
(Publiziert am 03.04.2020, 06.07.2020 und 13.01.2021)

Arbeiten vor Ort

Es gelten die ausführlichen Regelungen gemäss der Weisung «Home-Office». Für die Arbeit vor Ort werden zum Schutz von allen überall an der UZH die notwendigen Schutzmassnahmen umgesetzt. Aufgabe der Vorgesetzten ist es, für ihre jeweiligen Einheiten die geltenden Schutzmassnahmen gemäss der «Covid-19-Verordnung besondere Lage» und dem Bundesamt für Gesundheit zu treffen sowie das von der Universitätsleitung beschlossene Basisschutzkonzept und die Schutzkonzepte pro Organisationseinheit umzusetzen. Die Führungspersonen passen die individuellen Schutzkonzepte ihrer Einheit regelmässig den jeweils geltenden Vorgaben entsprechend an.
Die Kenntnis und Einhaltung des Basisschutzkonzepts sowie des von der Leitung der Organisationseinheit festgelegten spezifischen Schutzkonzepts durch alle Mitarbeitenden sind von den Vorgesetzten jederzeit zu prüfen und gewährleisten.
Für besonders gefährdete Mitarbeitende gelten die besonderen bundesweiten Regelungen, siehe unten.
(Publiziert am 18.01.2021, ULB vom 13.01.2021)

Verhaltensvorgaben am Arbeitsplatz vor Ort

Mit der neuen «Home-Office-Weisung» (Prävention Coronavirus SARS-CoV-2) sollen die Kontakte auf ein Minimum reduziert werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern. Gespräche und Sitzungen sollen deshalb primär virtuell stattfinden (via Teams, Zoom oder Telefon).
Für Mitarbeitende, die weiterhin vor Ort arbeiten müssen, können die Vorgesetzten jederzeit im Rahmen ihrer Weisungsbefugnis Vorgaben zwecks Reduktion der Ausbreitung des Coronavirus machen, etwa bezüglich Aufenthalt in gemeinsam genutzten Räumen oder zur Pausengestaltung.
Bei Fragen und für Beratung stehen die Personalleitenden der Abteilung Personal gerne zur Verfügung.
(Publiziert am 18.01.2021, ULB vom 13.01.2021)

Nichterscheinen am Arbeitsplatz

Solange die UZH als Arbeitgeberin die nach BAG geltenden, notwendigen Massnahmen zum Schutz des Personals trifft, müssen die Mitarbeitenden am jeweilig entschiedenen Arbeitsplatz erscheinen.
Andernfalls kann die Arbeitgeberin den Lohn einstellen und personalrechtliche Massnahmen veranlassen.

(Publiziert am 06.07.2020, ULB 30.06.2020)

Maskentragpflicht

Die Maskentragpflicht basiert auf der Covid-19-Verordnung besondere Lage und auf den Hygiene- und Verhaltensempfehlungen des BAG.
Zum Schutz der Mitarbeitenden in Innenräumen gilt überall dort eine Maskentragpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält, wie z.B. in Grossraumbüros, Mehrpersonenräumen, Sitzungszimmern und anderen gemeinsam genutzten Räumlichkeiten (geteilte Arbeitsplätze, Korridore, Lifte, Toiletten, Pausenräume etc.), sowie bei Besprechungen in Einzelbüros. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt angesichts der hohen Infektionsgefahr nicht mehr.
In den Aussenbereichen der UZH gilt insbesondere überall dort eine Maskentragpflicht, wo der erforderliche Abstand von 1.5m nicht eingehalten werden kann: namentlich in belebten Fussgängerbereichen, in Eingangsbereichen von Gebäuden, auf den Zugangswegen zum Campus, in Wartebereichen, bei Sitz- und Stehplätzen (Bänke, Tische usw.).
Die Maske kann im Sitzen zum Essen oder Trinken für die für die Konsumation erforderliche Zeit abgenommen werden. Das Abnehmen der Masken ist jedoch auf ein Minimum zu beschränken.
Für die Dispensation von der Maskentragpflicht ist ein Nachweis medizinischer Gründe mittels Attest einer Ärztin, eines Arztes, einer Psychotherapeutin oder eines Psychotherapeuten erforderlich. Bei einem Dispens informiert der/die Mitarbeitende umgehend und vorab zum Erscheinen am Arbeitsplatz die/den Vorgesetzten.

(Publiziert am 18.01.2021, ULB vom 13.01.2021)

Beschaffung, Finanzierung und Verwendung von Masken

Die Maske ist zur Zeit Teil der persönlichen Grundausstattung.  Wenn UZH-Mitarbeitende ihre Arbeit für die UZH vor Ort ausüben müssen oder das Tragen von Masken in diesem Arbeitsbereich aufgrund von Anordnungen verpflichtend ist (wie z.B. in Laboren), werden die Masken in Anlehnung an die kantonalen und Bundes-Richtlinien von der Arbeitgeberin am Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt.
Damit sichergestellt ist, dass alle Mitarbeitenden eine Maske am Arbeitsplatz zur Verfügung haben, stellen die Vorgesetzten der Organisationseinheiten (Institut, Abteilung, Seminar usw.) sicher, dass auf Kosten der Organisationseinheiten Masken vorhanden sind und zur Verfügung gestellt werden.
Die Beschaffung durch die Organisationseinheit erfolgt vorzugsweise beim Materialzentrum der UZH, welches Masken in guter Qualität und zu guten Preisen verkauft. Alternativ kann die zuständige Organisationseinheit nach Rücksprache mit den Mitarbeitenden auch eine waschbare, industriell gefertigte Maske beschaffen und abgeben.
Es sind in jedem Fall die Qualitätsstandards nach BAGzu beachten und befolgen.
Es werden maximal zwei Masken pro voller Präsenz-Arbeitstag an der UZH pro Person zur Verfügung gestellt. Werden Masken nur kurz verwendet, können diese unter Einhaltung von Hygienemassnahmen mehrfach verwendet werden.
Im medizinischen Kontext gelten die Vorschriften der entsprechenden Organisationseinheit und deren Schutzkonzepte. Bei körperlicher Arbeit verkürzt sich die Tragedauer entsprechend der Vorschriften der entsprechenden Organisationseinheit.

(Publiziert am 18.01.2021, ULB 13.01.2021)

Besonders gefährdete Mitarbeitende

Als besonders gefährdete Personen gelten schwangere Frauen sowie Personen, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind und insbesondere folgende Erkrankungen aufweisen: Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Krebs, Adipositas. Die Erkrankungen werden in Anhang 7 der Covid-19-Verordnung 3, welcher laufend vom BAG nachgeführt wird, anhand medizinischer Kriterien präzisiert. Die Liste dieser Kriterien ist nicht abschliessend. Eine klinische Beurteilung der Gefährdung im Einzelfall bleibt vorbehalten.

Die Mitarbeitenden sollen sich am Arbeitsplatz und privat strikt an die geltenden Hygiene- und Verhaltensregeln des BAG halten.

Nach der neuen Covid-19-Verordnung 3 vom 18. Januar 2021 ermöglichen die Arbeitgebenden ihren besonders gefährdeten Mitarbeitenden, ihre Arbeitsverpflichtungen von zu Hause aus zu erfüllen. Die Arbeitgebenden treffen zu diesem Zweck die geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen. Für die angeordnete Erfüllung der Arbeitsverpflichtung von zu Hause aus sind den Mitarbeitenden keine Auslagenentschädigungen geschuldet.
Ist es nicht möglich, die angestammte Arbeitsverpflichtung von zu Hause aus zu erfüllen, so weisen die Arbeitgebenden den betroffenen Mitarbeitenden in Abweichung vom Arbeitsvertrag bei gleicher Entlöhnung eine gleichwertige Ersatzarbeit zu, die von zu Hause aus erledigt werden kann.
Ist aus betrieblichen Gründen die Präsenz besonders gefährdeter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Ort ganz oder teilweise unabdingbar, so dürfen diese in ihrer angestammten Tätigkeit vor Ort beschäftigt werden, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
a. Der Arbeitsplatz ist so ausgestaltet, dass jeder enge Kontakt mit anderen Personen ausgeschlossen ist, namentlich indem ein Einzelraum oder ein klar abgegrenzter Arbeitsbereich zur Verfügung gestellt wird.
b. In Fällen, in denen ein enger Kontakt nicht jederzeit vermieden werden kann, werden weitere Schutzmassnahmen nach dem STOP-Prinzip ergriffen (Substitution, technische Massnahmen, organisatorische Massnahmen, persönliche Schutzausrüstung).
Ist es nicht möglich, die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach den Absätzen 1–3 zu beschäftigen, so weist ihnen der Arbeitgeber in Abweichung vom Arbeitsvertrag bei gleicher Entlöhnung eine gleichwertige Ersatzarbeit vor Ort zu, bei der die Vorgaben gemäss oben, a und b, erfüllt sind.
Bevor die Arbeitgebenden die vorgesehenen Massnahmen treffen, hören sie die betroffenen Mitarbeitenden an. Sie dokumentieren die beschlossenen Massnahmen schriftlich und teilen sie in geeigneter Weise den Mitarbeitenden mit.
Die betroffenen Mitarbeitenden können die Übernahme einer ihnen zugewiesenen Arbeit ablehnen, wenn die Arbeitgebenden die Voraussetzungen nach den Absätzen gemäss oben nicht erfüllen oder wenn die Mitarbeitenden die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus trotz der von den Arbeitgebenden getroffenen Massnahmen gemäss oben aus besonderen Gründen als zu hoch für sich erachten. Die Arbeitgebenden können ein ärztliches Attest verlangen.
Ist es nicht möglich, die betroffenen Mitarbeitenden gemäss dem oben Erwähnten zu beschäftigen, oder lehnen diese die zugewiesene Arbeit gemäss oben ab, so befreien die Arbeitgebenden sie unter Lohnfortzahlung von ihrer Arbeitspflicht.
Mitarbeitende machen ihre besondere Gefährdung durch eine persönliche Erklärung geltend. Die Arbeitgebenden können ein ärztliches Attest verlangen.

Bei spezifischen Fragen zu Schutzmassnahmen oder Risikobeurteilungen steht Ihnen die Abteilung Sicherheit und Umwelt (Arbeitsmedizin) zur Verfügung: arbeitsmedizin@su.uzh.ch

(Publiziert am 18.01.2021, ULB vom 13.01.2021)

Zuweisung anderer Arbeit

Die Zuweisung anderer Arbeit durch die Vorgesetzten ist generell im Rahmen ihrer Weisungsbefugnis zulässig. In der besonderen Lage können zusätzliche Gründe hierfür bestehen. Die Vorgesetzten prüfen und entscheiden umsichtig.
Bei Fragen und für Beratung stehen die Personalleitenden der Abteilung Personalgerne zur Verfügung.
(Publiziert am 18.01.2021, ULB 13.01.2021)

Unvollständige Arbeitsauslastung, Ferien- und Urlaubsbezug

Bereits geplante Ferien müssen grundsätzlich bezogen werden. Ist es betrieblich erforderlich, können die Ferien in Absprache mit den Vorgesetzten verschoben werden. Das Gleiche gilt für den Bezug von bereits verfügtem unbezahltem Urlaub. Dies ist deshalb wichtig, weil es sein könnte, dass sich nach dem Ende der Pandemie teilweise hohe Ferienguthaben angehäuft haben, und viele Angehörige der UZH gleichzeitig in die Ferien wollen, und der Betrieb so nicht mehr sichergestellt werden könnte.
(Publiziert am 18.01.2021, ULB 13.01.2021)

Arbeit aus dem Ausland

Arbeit für die UZH aus dem Ausland ist nicht mit Home-Office gleichzusetzen. Unter Home-Office wird die

wechselnde Ausübung der Tätigkeit sowohl vor Ort als von zuhause aus verstanden, wobei der Wohnsitz in der Schweiz liegt (ausser bei Grenzgänger/innen). Bei Arbeit im Ausland handelt es sich im Allgemeinen um Tätigkeiten, die aufgrund der Tätigkeit im Ausland erbracht werden müssen, wie Feldforschung, Kongresse u.Ä. und deshalb eine sog. «Abordnung» durch die UZH dieser Mitarbeitenden in das Ausland darstellen. Dauert die Arbeit für die UZH im Ausland einen Monat oder länger, ist zwingend vorab bei der Abteilung Personal zu prüfen, ob dies aufgrund der Sozialversicherungen und Quellensteuern genehmigt werden kann, oder, welche Schritte nötigenfalls erforderlich sind. Erfolgen längere Abwesenheiten im Ausland mit Arbeit für die UZH, kann dies für die Arbeitgeberin zu erheblichen Kostenfolgen führen, weshalb die Bereichsverantwortlichen vorgängig in den Entscheid einbezogen werden sollten.

(Publiziert am 18.01.2021, ULB 13.01.2021)

Geplante Reise: Laufend prüfen, ob diese in ein Risikogebiet führt

Auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) sind die Risikogebiete (Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko) aufgeführt. Die Einstufung «Risikogebiet» kann sich ändern. Es wird deshalb bei der Reiseplanung und Reisevorbereitung empfohlen, regelmässig die Liste der Risikoländer zu prüfen. Die Verantwortung für eine Reise in ein Risikogebiet und für die Mitteilung an die Vorgesetzten darüber liegt bei den Mitarbeitenden. Die Abreise in ein Land, nachdem dieses vom Bund als Risikogebiet definiert wurde, kann personalrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, wie unter anderem den Lohnausfall für die anschliessende zehntägige Quarantänezeit.
Angehörige der UZH werden gebeten, im Sinne der Selbstverantwortung und im Interesse ihrer Gesundheit, ihre Aktivitäten mit Bedacht zu planen und umzusetzen. Dabei sind die sich ändernden Richtlinien des Bundes sowie entsprechende Regelungen im Ausland zu beachten.
(Publiziert am 09.07.2020)

Meldepflicht bei einer Reise in ein Risikogebiet an Vorgesetzte

Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die Gesundheit der Arbeitnehmenden zu schützen. Entsprechend sind Schutzmassnahmen seitens der UZH für ihre Mitarbeitenden zu treffen. Gleichzeitig müssen die Arbeitgeber sicherstellen, dass die Mitarbeitenden nicht übermässig belastet werden. Umgekehrt sind die Mitarbeitenden verpflichtet, ihre Arbeitsleistung zu erbringen, so dass der laufende Betrieb gewährleistet werden kann. Wenn mehrere Mitarbeitende wegen Reisen in ein Risikogebiet aufgrund der zehntägigen Quarantänepflicht ausfallen, kann dies nicht nur zu heiklen betrieblichen Engpässen, sondern auch zur Überbelastung der anderen Mitarbeitenden führen. Es ist deshalb zulässig und im Sinne einer guten Betriebsplanung angemessen, wenn die Arbeitgeber die Mitarbeitenden verpflichten, ihre Reise in ein Risikogebiet vorab zu melden. Die Mitarbeitenden müssen aufgrund der Treuepflicht ihre Reise in ein Risikogebiet vor Reiseantritt den Vorgesetzten melden.
Bitte beachten Sie auch die Meldepflicht beim Domizil-Kanton (für im Kanton Zürich Wohnhafte).

(Publiziert am 09.07.2020)

Kontakt mit dem Coronavirus – Details und Prozess

Mitarbeitende, die Krankheitssymptome gemäss BAG zeigen, informieren die Vorgesetzten unverzüglich und kontaktieren die Hausärztin oder den Hausarzt oder das kantonale Ärztefon (Telefon 0800 33 66 55), um das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Einreichung eines Arztzeugnisses erfolgt wie üblich bei Arbeitsunfähigkeit von länger als einer Woche.
Zudem besteht eine Informationspflicht bei konkretem Verdacht auf Infektion mit dem Coronavirus bei Krankheitssymptomen gemäss den Angaben des BAG, insbesondere
1.    Der eigenen Infektion mit dem Coronavirus,
2.    Dem Kontakt mit Infizierten,
3.    Reisen in Risikogebiete, soweit diese Reisen nicht schon von der UZH bewilligt wurden.

Bei bestätigten Coronavirus-Infektionen und dem sog. «contact tracing» erhalten die Mitarbeitenden allenfalls behördliche Verfügungen.
Wenn jemand kantonsärztlich Quarantäne verordnet erhält, muss diese Person zuhause bleiben. Diese Person ist nicht unbedingt arbeitsunfähig. Je nach gesundheitlichem Zustand ist es dieser Person möglich, der Arbeit während der Quarantäne im Home-Office nachzugehen, und wird dies seitens der UZH als Arbeitgeberin auch verlangt, wenn Home-Office in der angestammten Tätigkeit möglich ist oder eine andere, im Home-Office ausführbare Arbeit zugewiesen werden kann. Die Vorgesetzten können sich von den Abteilungen Personal und Arbeitsmedizin beraten lassen bezüglich der Arbeitseinsetzung von solchen Mitarbeitenden.
Wenn eine Verfügung des kantonsärztlichen Dienstes besteht, wird kein Arztzeugnis benötigt.

SwissCovid App – Konsequenzen der freiwilligen Quarantäne?
Die Benutzung der SwissCovid App (vgl. Faktenblatt SwissCovid App) ist freiwillig und darf von der Arbeitgeberin nicht angeordnet werden. Mitarbeitende, die sich aufgrund einer Meldung der App freiwillig in Quarantäne begeben wollen, haben keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Sie müssen entweder im Home-Office arbeiten (wenn betrieblich möglich) oder z.B. Ferien beziehen oder Mehrzeit kompensieren.
(Publiziert am 08.06.2020 und am 06.07.2020)

Regelungen für Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern

Es gelten für alle Mitarbeitenden die Bestimmungen der Weisung «Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern an der UZH (PDF, 117 KB) - Bezahlter Urlaub bei eingeschränkter Arbeitsleistung aufgrund von Betreuungspflichten» (Prävention Coronavirus SARSCo-2) vom 27. Oktober 2020.
(Publiziert am 18.01.2021, ULB 13.01.2021)

Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern, deren Kinder krank sind

Wenn ein Kind krank ist, stehen der Betreuungsperson höchstens fünf Tage nach den Bedingungen des Personalrechts zur Verfügung (§ 85 Abs. 3 lit. e VVO). Die normalen personalrechtlichen Regelungen, wie Krankheitsfall eines Kindes, gelten auch in der aktuellen «besonderen Lage». Die/der Vorgesetzte kann jederzeit Belege für die Krankheit des Kindes verlangen.
(Publiziert am 06.07.2020, ULB 03.07.2020)

Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern, deren Kinder nicht krank sind, aber wegen Quarantänepflicht zuhause bleiben müssen

Die Mitarbeitenden erbringen soweit möglich ihre Arbeit im Home-Office. Die Mitarbeitenden erhalten bezahlten Urlaub, wenn sie wegen Betreuungspflichten nur eingeschränkt oder gar nicht arbeiten können und folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:
1)    Die zu betreuenden Kinder sind in der Primarstufe eingeschult bzw. jünger
oder es handelt sich um Minderjährige, die Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag nach Art. 42ter Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung haben, oder es handelt sich um Kinder bis zum vollendeten 20. Altersjahr, die eine Sonderschule besuchen;
Und

2)    die externe Betreuung der Kinder entfällt aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantäne (dies kann z.B. wegen der Quarantäne für die Schulklasse des Kindes oder die Schliessung des Kindeshortes sein);
Und

3)    die Mitarbeitenden haben keine Kinderbetreuungsmöglichkeit.

Um den bezahlten Urlaub zu erhalten, müssen die Mitarbeitenden die behördliche Anordnung der Quarantäne ihren Vorgesetzten umgehend einreichen.
Zudem sind die Mitarbeitenden verpflichtet, andere Möglichkeiten der Kinderbetreuung zu organisieren. Nur, wenn resp. soweit die Betreuung nicht anders organisiert werden kann, wird bezahlter Urlaub gewährt. Diese Bemühungen, eine andere Kinderbetreuung zu organisieren (wie insbesondere die Übernahme durch den zweiten Elternteil etc.) sind den Vorgesetzten offen zu legen.
Weiter sind die Mitarbeitenden angehalten, soweit es die Betreuung des Kindes zulässt, eine (teilweise) Arbeitsleistung im Home-Office oder vor Ort zu erbringen. Dies kann z.B. zu Randzeiten erfolgen.
Pro Kalendermonat wird die Zeit, welche wegen der fehlenden Kinderbetreuung bis zum Erreichen der Sollzeit fehlt, durch bezahlten Urlaub aufgefüllt. Eine Überschreitung der Sollzeit ist ausgeschlossen, solange bezahlter Urlaub wegen Betreuungspflichten ausgerichtet wird. Ebenso kann ein vorgängig aufgelaufener negativer Arbeitszeitsaldo nicht ausgeglichen werden, solange bezahlter Urlaub wegen Betreuungspflichten geleistet wird.
Die Mitarbeitenden, die bezahlten Urlaub wegen Kinderbetreuungspflichten beziehen, sind verpflichtet, die Vorgesetzten über Änderungen zu informieren. Wenn eine der Bedingungen nach 1) bis 3) entfällt, entfällt auch der Anspruch der Mitarbeitenden auf bezahlten Urlaub. Wenn Bedingungen nach 1) bis 3) sich ändern, ist ein allfälliger Anspruch auf bezahlten Urlaub neu zu prüfen.
(Publiziert am 29.10.2020 / ULB 27.10.2020)

Bezahlter Urlaub, Arbeitszeiterfassung

Sofern gemäss geltenden Weisungen der Universitätsleitung zur Corona-Pandemie in bestimmten, genau definierten Fällen Anspruch auf bezahlten Urlaub besteht, ist dieser in der Arbeitszeittabelle wie folgt zu erfassen:
Auf dem ersten Reiter «Eingabeblatt» rechts unten wird ein Projekt erfasst mit der Bezeichnung des Grundes für den bezahlten Urlaub (Beispiele: «Ausfall der Kinder-Fremdbetreuung», «Quarantäne angeordnet», «besonders gefährdete Person», «kein Homeoffice möglich»).
Im Monatsblatt werden die tatsächlich am jeweiligen Tag gearbeiteten Stunden wie üblich im oberen Teil der Tabelle erfasst (Arbeitszeiterfassung). Die verbleibenden/fehlenden Arbeitsstunden, die am jeweiligen Tag regulär hätten gearbeitet werden müssen, werden sowohl unter der Rubrik «besoldeter Urlaub» als auch in der Zeile des erfassten Projekts eingetragen.
Hinweise: Zum Ausdrucken / PDF-Erstellen des Arbeitszeitfiles den Blattschutz aufheben (unter «Überprüfen» und die Spalte zwecks Lesbarkeit vergrössern. Die Arbeitszeittabelle gilt für das administrative und technische Personal (ATP). Die entsprechende Handhabung ist auch in den anderen Arbeitszeiterfassungs-Systemen vorzunehmen.

(Publiziert am 05.02.2021)

Corona-Erwerbsersatz

An seiner Sitzung vom 9. Dezember 2020 hat der Regierungsrat entschieden, jene Fälle zu erheben und ab 1. Februar 2021 gegenüber der Sozialversicherungsanstalt Zürich (SVA) geltend zu machen, in denen der Kanton seinen Angestellten Lohn bezahlt, obschon die Angestellten Anspruch auf Erwerbsersatz gemäss der «Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall» haben. Die UZH setzt dies ebenfalls ab dem 1. Februar 2021 um.

Eine Anspruchsberechtigung für Mitarbeitende der UZH besteht gemäss der aktuell geltenden Weisungen zur Corona-Pandemie in genau definierten Fällen, in denen die Erwerbstätigkeit unterbrochen werden muss, und zwar:  
•    weil die Fremdbetreuung eines Kindes ausfällt,
•    in Fällen, in denen für Mitarbeitende oder deren Kinder Quarantäne angeordnet wird,
•    wenn besonders gefährdete Personen ihre Arbeitsleistung weder am Arbeitsplatz noch im Home-Office wahrnehmen können oder sie die zugewiesene Ersatzarbeit ablehnen.
Die Anspruchsberechtigung ist im Einzelnen in den folgenden Bestimmungen des Bundes geregelt: Art. 2 Abs. 1bis Bst. a Ziff. 1 und Ziff 2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall bzw. Art. 2 Abs. 3quater Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in Verbindung mit Art. 27a Covid-19-Verordnung 3.

In all diesen Fällen wird nach bisheriger Praxis den Mitarbeitenden bezahlter Urlaub gemäss § 91 Abs. 2 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz (VVO) gewährt. Bislang wurde der Erwerbsersatz nicht bei der SVA eingefordert. Neu fordert die Abteilung Personal –analog zum Kanton Zürich- bei bezahltem Urlaub, welcher ab dem 1. Februar 2021 gewährt wird, in den oben genannten Fällen den Erwerbsersatz bei der SVA ein. Die Personalverantwortlichen werden darüber informiert, wie hier vorzugehen ist.
Es darf keine Rückforderung direkt durch die Mitarbeitenden erfolgen, da diese in den genannten Konstellationen von der UZH bezahlten Urlaub erhalten.

(Publiziert am 05.02.2021)