Detailbestimmungen zu den neuen Weisungen "Home Office und Übergang zum Normalbetrieb" sowie "Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern"

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat im Zusammenhang mit dem Coronavirus Anordnungen im Personalbereich getroffen. Mit diesen will er namentlich die kantonalen Angestellten schützen und gewährleisten, dass der Grundauftrag der Verwaltung aufrechterhalten werden kann. Das kantonale Personalrecht und damit auch die Anordnungen des Regierungsrats gelten grundsätzlich auch für die UZH. Die Universitätsleitung hat daher die erwähnten Anordnungen in Bezug auf die UZH umgesetzt. In unserer grossen, vielfältigen Institution ist eine rechtsgleiche Behandlung der Mitarbeitenden wichtig. Die Universitätsleitung hat verbindliche Weisungen erlassen. Ihr ist der Schutz der Mitarbeitenden und der Studierenden weiterhin wichtig, wenn nun der Präsenzbetrieb behutsam und schrittweise wieder aufgenommen wird. Die Weisungen finden Sie in der rechten Spalte.

Die Weisungen der Universitätsleitung sollen möglichst gut verständlich sein. Häufig gestellte Fragen sollen beantwortet werden. Deshalb hat die Abteilung Personal die folgenden Detailbestimmungen zusammengestellt. Falls Sie darin die Antwort auf Ihre spezifische Frage nicht finden oder Anschlussfragen haben, steht Ihnen die zuständige Personalleitung der Abteilung Personal gerne zur Verfügung (siehe Kontakt in der rechten Spalte).

Detailbestimmungen zu Home Office und Übergang zum Normalbetrieb

Geltungsbereich

Die Weisung gilt nur für die vorliegende ausserordentliche Lage bis auf Widerruf und wird seitens der UZH regelmässig überprüft. Bei Bedarf kann sie per E-Mail-Kommunikation verlängert werden.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Neue Mitarbeitende im Ausland mit Stellenantritt 01.04.2020 und später, die nicht einreisen können und keine Arbeitsbewilligung haben

Wenn die Möglichkeit für Home Office besteht (z.B. Vorbereitung von Vorlesungen, Lesen von Unterlagen etc.), kann der/die Mitarbeitende die Stelle mit Home Office im Ausland antreten, sofern sie am ausländischen Aufenthaltsort arbeitsberechtigt ist.

Wichtig: Im Fall von Home Office vom Ausland aus, ist ab dem ersten Tag zwingend das Formular «Grenzüberschreitende Sozialversicherungen» auszufüllen und der Abteilung Personal einzureichen. Eine Abordnung ist diesfalls nicht erforderlich.

(Publiziert am 06.04.2020)

Neue Mitarbeitende in der Probezeit mit Stellenantritt

Die Probezeit beginnt mit Antritt der Stelle zu laufen, unabhängig davon, ob die Arbeit vor Ort oder im Home Office erfolgt, da die Arbeitsleistung im Home Office beurteilt werden kann. Eine Verlängerung der Probezeit ist nur möglich, wenn die/der Mitarbeitende aufgrund von Krankheit oder Unfall ausfällt.

(Publiziert am 03.04.2020)

Neue Mitarbeitende in der Probezeit ohne Stellenantritt

Ist der Stellenantritt auf den 01.04.2020 oder später vorgesehen, aber aufgrund der betrieblichen Funktion nicht im Home Office möglich, beginnt die Probezeit erst ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab welchem die/der Mitarbeitende die Stelle antreten kann.

(Publiziert am 03.04.2020)

Arbeitszeiterfassung im Home Office

Mitarbeitende im Home Office müssen grundsätzlich die tatsächlich geleistete Arbeit eintragen und zwar so, wie sie geleistet wurde, d.h. die konkreten Zeiten und Unterbrüche sind in der Arbeitszeittabelle einzutragen.

(Publiziert am 03.04.2020)

Arbeitszeiterfassung bei beschränkt oder nicht möglichem Home Office und Zuweisung anderer Arbeit

Bis zum 19.04.2020 können die Mitarbeitenden die Regelarbeitszeit aufschreiben und erhalten den vollen Lohn. Auch dann, wenn ihnen nicht ihrem vollen Beschäftigungsgrad entsprechende Arbeit zugewiesen werden kann, oder sie ihre Aufgaben im Home Office nicht erfüllen können (z.B. Labor, Werkstatt etc.).

Die Arbeitszeit wird wie folgt erfasst: In der Arbeitszeittabelle auf dem ersten Reiter «Eingabeblatt» rechts unten wird ein Projekt erfasst mit der Bezeichnung «Home Office wegen betrieblicher Funktion nicht/nur teilweise möglich Kontext SARS-CoV-2» und der Projektart «Andere».

In den Monatsblättern (Reiter «März» etc.) werden die tatsächlich am jeweiligen Tag gearbeiteten Stunden -wie üblich- im oberen Teil der Tabelle erfasst. Die verbleibenden/fehlenden Arbeitsstunden, die am jeweiligen Tag regulär gearbeitet werden müssten, aber wegen der betrieblichen Funktion nicht/nur teilweise im Home Office möglich waren, sind sowohl unter der Rubrik «besoldeter Urlaub», als auch in der Zeile des neu erfassten «Projektes» «Home Office wegen betrieblicher Funktion nicht/nur teilweise möglich Kontext SARS-CoV-2» zu erfassen.

Ab dem 20.04.2020 gilt Folgendes: Wenn Mitarbeitende ihre angestammte Arbeit nicht oder nur teilweise im Home Office erledigen können oder wenn andere Arbeiten bei der UZH dringender sind, können sie von den Vorgesetzten auch für andere Arbeiten und Arbeit bei anderen Organisationseinheiten verpflichtet werden. Dies gilt aufgrund der ausserordentlichen Situation als zumutbar.

Kann den Mitarbeitenden trotzdem nicht ihrem vollen Beschäftigungsgrad entsprechende Arbeit zugewiesen werden, sind die Ausfälle ab dem 20. April 2020 zunächst durch den Abbau von Zeitguthaben in folgender Reihenfolge auszugleichen: Überzeit, Mehrzeit, Ferienguthaben der Vorjahre bis und mit 2019.

Kann den Mitarbeitenden auch nach vollständigem Abbau sämtlicher Zeitguthaben keine oder nur reduzierte Arbeit angeboten werden, haben sie bis auf Weiteres Anspruch auf volle Lohnzahlung.

Die Arbeitszeiterfassung der «Arbeit» und der Kompensation der Zeitguthaben erfolgt wie üblich. Die Arbeitszeiterfassung nach dem vollständigen Abbau der Zeitguthaben erfolgt wie bis zum 19.4. (oben) mit Erfassung von bezahltem Urlaub unter «Home Office wegen betrieblicher Funktion nicht/nur teilweise möglich Kontext SARS-CoV-2».

Anmerkung: Die Arbeitszeittabelle gilt für das administrative und technische Personal (ATP) und ist in anderen Arbeitszeiterfassungs-Systemen ebenfalls wie beschrieben zu vermerken.

Der vollständige Abbau der Zeitguthaben erfolgt im Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden. Er ist von den Mitarbeitenden wie üblich unter den entsprechenden Rubriken als Kompensation in der Arbeitszeittabelle einzutragen und von den Vorgesetzten bei Monatsende zu prüfen und zu visieren.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Arbeitszeiterfassung mit Mehrzeit/Überzeit im Home Office

Mehrstunden, welche sich aufgrund der UZH-Krisenstabsarbeit bzw. im Zusammenhang mit der Coronavirus-Thematik ergeben haben, können als angeordnete/genehmigte Überzeit in der Arbeitszeittabelle eingetragen werden. So werden sie von normalen Mehrstunden unterschiedlich gehandhabt. Die jährlich erlaubte Kompensationszeit von 15 ganzen Tagen (= 126:00 Std.) bezieht sich nicht auf die Überzeit, sondern nur auf die Mehrzeit.

(Publiziert am 03.04.2020)

Ferien / unbezahlter Urlaub

Geplante Ferien und unbezahlte Urlaube sind grundsätzlich zu beziehen. Dies gilt auch für Mitarbeitende, welche als «besonders gefährdete Personen» in Selbstquarantäne sind und dafür allenfalls auch ein ärztliches Zeugnis haben, sowie auch für Personen, die wegen einer «besonders gefährdeten Person» in Absprache mit ihren Vorgesetzten im Home Office arbeiten.

In Rücksprache mit den Vorgesetzten kann bei Vorliegen sachlich gerechtfertigter Gründe grundsätzlich auch etwas Anderes vereinbart werden.

Wenn ein Arztzeugnis eingereicht wird, welches die Ferienfähigkeit aus medizinischen Gründen verneint, müssen die Ferien nicht bezogen werden.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Stundenlohn bei beschränkt oder nicht möglichem Home Office

Es gelten die Bestimmungen der Weisungen «Home Office und Übergang zum Normalbetrieb» sowie «Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern an der UZH», unabhängig davon, ob eine Stunden- oder Monatslohnanstellung besteht.

Für Mitarbeitende, die ab dem 01.04.2020 neu im Stundenlohn angestellt sind,

  • denen aufgrund der Spezialsituation «SARS-CoV-2-Pandemie» keine Arbeit oder weniger Arbeit als geplant/vereinbart zugewiesen werden kann,
  • oder die ihre Aufgaben im Home Office nicht erfüllen können,

ist die Stundenzahl gemäss vereinbartem Pensum für den Lohn massgebend. Fehlt eine Vereinbarung, ist auf die Anzahl Stunden abzustellen, welche ohne die ausserordentliche Lage mutmasslich geleistet worden wären.

Wenn noch ein Teil der Arbeit geleistet werden kann, mit diesem Einsatz der Durchschnittslohn aber nicht erreicht wird, so wird der fehlende Anteil ebenfalls ausgerichtet, d.h., die Differenz zum Durchschnitt-Stundenlohn wird «aufgefüllt».

Die Arbeitszeiterfassung erfolgt wie unter «Arbeitszeiterfassung bei beschränkt möglichem oder nicht möglichem Home Office und Zuweisung anderer Arbeit» aufgeführt.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Stundenlohn und Zulagen

Wenn regelmässig Zulagen ausbezahlt wurden (Samstags-/Sonntags- und Nachtzulagen), gelten die Zulagen als Lohnbestandteil und werden auf der Basis des Durchschnittslohns der letzten 12 Monate ausbezahlt.

(Publiziert am 03.04.2020)

Verpflichtung zu anderer Arbeit

Andere Arbeiten gelten aufgrund der ausserordentlichen Situation und im Sinne der notwendigen Solidarität grundsätzlich als zumutbar – auch dann, wenn in der angestammten Tätigkeit genügend Arbeit vorliegen würde, an der Erfüllung der anderen Tätigkeit aber ein grösseres Interesse der UZH besteht.

Die zuständigen Personalleitungen der Abteilung Personal stehen für Beratung zur Verfügung.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Home Office und Präsenzbetrieb - Entscheidung bezüglich des Arbeitsortes

Die Vorgesetzten prüfen und entscheiden, welche Arbeiten weiterhin im Home Office und welche vor Ort ausgeübt werden. Diese Entscheidungen werden determiniert durch die behutsame und schrittweise Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs sowie die Entwicklung und Umsetzung der Schutzkonzepte der Organisationseinheiten.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Nichterscheinen am Arbeitsplatz

Solange die UZH als Arbeitgeberin die vom BAG empfohlenen, notwendigen Massnahmen zum Schutz des Personals trifft, müssen die Mitarbeitenden am jeweilig entschiedenen Arbeitsplatz erscheinen.

Andernfalls kann die Arbeitgeberin den Lohn einstellen und personalrechtliche Massnahmen veranlassen.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Informationspflicht der Mitarbeitenden zu Coronavirus – Details und Prozess

Mitarbeitende, die Krankheitssymptome gemäss BAG zeigen, informieren die Vorgesetzten unverzüglich und kontaktieren die Hausärztin oder den Hausarzt oder das kantonale Ärztefon (Telefon 0800 33 66 55), um das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Einreichung eines Arztzeugnisses erfolgt wie üblich bei Arbeitsunfähigkeit von länger als einer Woche.

Zudem besteht eine Informationspflicht bei konkretem Verdacht auf Infektion mit dem Coronavirus bei Krankheitssymptomen gemäss den Angaben des BAG, insbesondere

  1. Der eigenen Infektion mit dem Coronavirus,
  2. Dem Kontakt mit Infizierten,
  3. Reisen in Risikogebiete, soweit diese Reisen nicht schon von der UZH bewilligt wurden.

Bei bestätigten Coronavirus-Infektionen und dem sog. «contact tracing» erhalten die Mitarbeitenden allenfalls behördliche Verfügungen.

Die Vorgesetzten können sich von den Abteilungen Personal und Arbeitsmedizin beraten lassen bezüglich der Arbeitseinsetzung von solchen Mitarbeitenden.

Wenn eine Verfügung des kantonsärztlichen Dienstes besteht, wird kein Arztzeugnis benötigt.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Besonders gefährdete Personen - Umgang damit

Mitarbeitende, die gemäss Bundesamt für Gesundheit, Anhang 6 der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID--19-Verordnung 2) als besonders gefährdete Personen gelten (siehe unten), teilen dies ihren Vorgesetzten durch eine persönliche Erklärung mit.

Die Rechte und Pflichten von Arbeitgeberin und Mitarbeitenden im Zusammenhang mit Ort und Modalitäten der Erfüllung der Arbeitsverpflichtung etc. richten sich nach Art. 10c der COVID-19-Verordnung 2 (Siehe unten).

Ist es nicht möglich, die betroffenen Mitarbeitenden nach den eidgenössischen Vorgaben zu beschäftigen, oder lehnen diese die zugewiesene Arbeit aus zulässigen Gründen ab, sind ab 20. April 2020 die Ausfälle zunächst durch den Abbau von Zeitguthaben in folgender Reihenfolge auszugleichen: Überzeit, Mehrzeit, Ferienguthaben der Vorjahre bis und mit 2019. Wenn sämtliche Zeitguthaben aufgebraucht sind und keine oder nur reduzierte Arbeit erledigt werden kann, wird den Mitarbeitenden bis auf Weiteres der volle Lohn ausgerichtet.

Die Kompensation von Mehrzeit wird nicht an das Kompensationsguthaben gemäss § 124 Abs. 2 VVO angerechnet, sodass die maximal zulässige Anzahl beziehbarer Kompensationstage dadurch nicht tangiert wird.

Die Arbeitszeiterfassung erfolgt wie unter «Arbeitszeiterfassung bei beschränkt oder nicht möglichem Home Office und Zuweisung anderer Arbeit» beschrieben.


Art. 10c COVID-19-Verordnung 2 in der Fassung vom 17. April 2020:

Pflichten des Arbeitgebers betreffend Schutz der Gesundheit von besonders gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern

1 Der Arbeitgeber ermöglicht seinen besonders gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, ihre Arbeitsverpflichtungen von zu Hause aus zu erfüllen. Er trifft zu diesem Zweck die geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen.

2 Ist es nicht möglich, die angestammte Arbeitsverpflichtung von zu Hause aus zu erfüllen, so weist der Arbeitgeber der betroffenen Arbeitnehmerin oder dem betroffenen Arbeitnehmer in Abweichung vom Arbeitsvertrag bei gleicher Entlöhnung eine gleichwertige Ersatzarbeit zu, die von zu Hause aus erledigt werden kann. Er trifft zu diesem Zweck die geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen.

3 Ist aus betrieblichen Gründen die Präsenz besonders gefährdeter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Ort ganz oder teilweise unabdingbar, so dürfen diese in ihrer angestammten Tätigkeit vor Ort beschäftigt werden, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

a. Der Arbeitsplatz ist so ausgestaltet, dass jeder enge Kontakt mit anderen Personen ausgeschlossen ist, namentlich indem ein Einzelraum oder ein klar abgegrenzter Arbeitsbereich unter Berücksichtigung des Mindestabstandes von 2 Metern zur Verfügung gestellt wird.

b. In Fällen, in denen ein enger Kontakt nicht jederzeit vermieden werden kann, werden angemessene Schutzmassnahmen nach dem STOP-Prinzip ergriffen (Substitution, technische Massnahmen, organisatorische Massnahmen, persönliche Schutzausrüstung).

4 Ist es nicht möglich, die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach den Absätzen 1 – 3 zu beschäftigen, so weist ihnen der Arbeitgeber in Abweichung vom Arbeitsvertrag bei gleicher Entlöhnung eine gleichwertige Ersatzarbeit vor Ort zu, bei der die Vorgaben nach Absatz 3 Buchstaben a und b erfüllt sind.

5 Bevor der Arbeitgeber die vorgesehenen Massnahmen trifft, hört er die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an.

6 Die betroffene Arbeitnehmerin oder der betroffene Arbeitnehmer kann die Übernahme einer ihr oder ihm zugewiesenen Arbeit ablehnen, wenn der Arbeitgeber die Voraussetzungen nach den Absätzen 1 - 4 nicht erfüllt oder wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus trotz der vom Arbeitgeber getroffenen Massnahmen nach den Absätzen 3 und 4 aus besonderen Gründen als zu hoch für sich erachtet. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen.

7 Ist es nicht möglich, die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach den Absätzen 1- 4 zu beschäftigen, oder lehnen diese die zugewiesene Arbeit im Sinne von Absatz 6 ab, so stellt der Arbeitgeber sie unter Lohnfortzahlung frei.

8 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer machen ihre besondere Gefährdung durch eine persönliche Erklärung geltend. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Andere Risikogruppen

Mitarbeitende, die nicht zu der besonders gefährdeten Personengruppe gemäss COVID-19-Verordnung 2, Art. 10b gehören, bei denen aber im Falle einer Ansteckung mit dem Coronavirus ein besonders hohes Gesundheitsrisiko besteht (sog. Risikofälle), wenden sich bezüglich des Vorlegen-Müssens eines allfälligen Arztzeugnisses an ihre Vorgesetzten. Zunächst ist die weitere Erfüllung der Arbeit im Home Office oder dann auch andere Massnahmen (Einzelbüros, andere Verhaltensregeln etc.) zu prüfen. Bestehen keine solchen Möglichkeiten, ist die Abteilung Persoal zu involvieren. Die Personalleitenden der Abteilung Personal stehen auch generell für Beratung zur Verfügung.


Im Falle einer Schwangerschaft kann die Mitarbeiterin generell ohne besondere Bewilligung und ohne Arztzeugnis der Arbeit fernbleiben (§ 97 Abs. 3 VVO i.V.m. Art. 35a ArG). Der Lohnfortzahlungsanspruch besteht hingegen nur unter den vorgenannten Voraussetzungen.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Besondere Detailbestimmungen für Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern

Geltungsbereich

Die Weisung «Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern an der UZH» gilt bis auf Weiteres.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern; Arbeitszeiterfassung bis 31.03.2020

Wenn wegen der Betreuung von Kindern nur ein Teil des regulären Arbeitspensums geleistet werden kann, wird die Arbeitszeit bis zum 31.3.2020 wie folgt erfasst:

In der Arbeitszeittabelle auf dem ersten Reiter «Eingabeblatt» rechts unten wird ein Projekt erfasst mit der Bezeichnung «Arbeitsverhinderung wegen Kinderbetreuung bis 31.3.2020 Kontext SARS-CoV-2» und der Projektart «5», «Andere».

Im Monatsblatt (Reiter «März») werden die tatsächlich am jeweiligen Tag gearbeiteten Stunden wie üblich im oberen Teil der Tabelle erfasst. Die verbleibenden/fehlenden Arbeitsstunden, die am jeweiligen Tag regulär gearbeitet werden müssten, sind -in dem Umfang, in dem sie als «Kinderbetreuung»-bezogene Gewährung von Stunden bis 31.3.2020 anerkannt werden- sowohl unter der Rubrik «besoldeter Urlaub», als auch in der Zeile des neu erfassten «Projekts» «Arbeitsverhinderung wegen Kinderbetreuung bis 31.3.2020 Kontext SARS-CoV-2» einzutragen.

Hinweis: Zum Ausdrucken/PdF-Erstellen des Arbeitszeitfiles den Blattschutz aufheben (unter «Überprüfen) und die Spalte vergrössern zwecks Lesbarkeit.

Anmerkung: Die Arbeitszeittabelle gilt für das administrative und technische Personal (ATP). Die entsprechende Handhabung ist auch in anderen Arbeitszeiterfassungs-Systemen vorzunehmen.

(Publiziert am 06.04.2020)

Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern; Lohnzahlung und Arbeitszeiterfassung ab 01.04.2020

Gemäss Weisung der Universitätsleitung «Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern an der UZH» vom 28.4.2020 endet die volle Lohnzahlung per 31.3.2020.

Ab 1.4.2020 gilt Folgendes:

Falls Mitarbeitende die Kinder weiterhin betreuen müssen, weil die Fremdbetreuung aufgrund von behördlichen Anordnungen entfallen war, und sie deshalb an der Arbeitsleistung verhindert sind, sind die Ausfälle ab dem 1. April 2020 zunächst durch den vollständigen Abbau von Zeitguthaben in folgender Reihenfolge auszugleichen: Überzeit, Mehrzeit, Ferienguthaben der Vorjahre bis und mit 2019.

Der vollständige Abbau der Zeitguthaben erfolgt im Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden. Er ist von den Mitarbeitenden wie üblich unter den entsprechenden Rubriken als Kompensation in der Arbeitszeittabelle einzutragen und von den Vorgesetzten bei Monatsende zu prüfen und zu visieren.

Können Mitarbeitende auch nach vollständigem Abbau sämtlicher Zeitguthaben keine oder nur reduzierte Arbeit leisten wegen der Kinderbetreuung und erfüllen sie kumulativ alle Bedingungen gemäss der Weisung Ziff. 4, 1) bis 4, wird ihnen bis auf Weiteres der volle Lohn weiter ausgerichtet.

Pro Kalendermonat kann höchstens die Zeit, welche wegen der fehlenden Kinderbetreuung bis zum Erreichen der Sollzeit fehlt, durch bezahlten Urlaub aufgefüllt werden. Eine Überschreitung der Sollzeit ist ausgeschlossen, solange bezahlter Urlaub wegen Betreuungspflichten ausgerichtet wird. Ebenso kann ein vorgängig aufgelaufener negativer Arbeitszeitsaldo nicht ausgeglichen werden, solange bezahlter Urlaub wegen Betreuungspflichten bezogen wird. Die Arbeitszeiterfassung erfolgt diesfalls wie unter «Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern; Arbeitszeiterfassung bis 31.3.2020» beschrieben.

Die vorangehenden Ausführungen gelten gleichermassen, wenn die Mitarbeitenden ihre Kinder wegen dem behördlich festgelegt nur reduziert stattfindenden Schulunterricht betreuen müssen, sofern die übrigen Voraussetzungen gemäss Weisung erfüllt sind. Diesfalls einfach nur anteilweise im Umfang des ausfallenden Schulunterrichts.

Erfüllen die Mitarbeitenden nicht alle Bedingungen, können aber nach vollständigem Abbau sämtlicher Zeitguthaben keine oder nur reduzierte Arbeit leisten aufgrund der Kinderbetreuung, besprechen sie dies mit den Vorgesetzten. Es kann eine teilweise Reduzierung der Arbeitszeit vereinbart werden, z.B. durch das Erzeugen von Minusstunden oder durch eine Beschäftigungsgrad-Reduktion, jeweils im Umfang der aufzuwendenden Zeit für Betreuung. Es dürfen dabei max. 60 Minusstunden (bei 100%-Anstellung) anteilmässig zum Beschäftigungsgrad erzeugt werden, um sicher zu stellen, dass diese Minuszeit bis Ende Jahr nachgearbeitet werden kann. Dauert die reduzierte Arbeitsleistung aufgrund der Kinderbetreuung fort, ist der Beschäftigungsgrad zu reduzieren. 

Die Abteilung Personal (siehe Kontakt in der rechten Spalte) steht für Beratung zur Verfügung. Die elterliche Betreuungspflicht nach Art. 276 ZGB geht grundsätzlich vor, d.h., Mitarbeitende können nicht zur Arbeit verpflichtet werden, wenn sie ihrer Betreuungspflicht nachkommen müssen, sie erhalten jedoch dann auch keinen Lohn.

Zur Frage, weshalb erziehungspflichtige Mitarbeitende seit dem 01.04.2020 Guthaben aus Überzeit, Mehrzeit und Ferien einsetzen müssen, wenn Kinder nicht anderweitig betreut werden können:

Hintergrund dieser Regelung ist die so genannte «Abgrenzung der Risikosphären». Dabei handelt es sich um ein grundlegendes Prinzip im Vertragsrecht. Generell ist es bei vertraglichen Pflichten relevant, in wessen «Sphäre» es liegt, dass eine geschuldete Leistung (hier: die Arbeit) nicht erbracht werden kann. Die entsprechende Seite hat den daraus folgenden "Schaden", das Risiko zu tragen.

A) Wenn z.B. aus organisatorischen oder technischen Gründen kein Home Office möglich ist, liegt dies in der «Risikosphäre» der Arbeitgeberin. Deshalb schuldet sie den Lohn (mindestens teilweise) trotzdem.

B) Wenn z.B. die Mitarbeitenden nicht arbeiten können, weil sie die gesetzliche Betreuungspflicht gegenüber ihren Kindern erfüllen müssen, liegt dies in der «Risikosphäre» der Mitarbeitenden, weshalb sie (gemäss den oben erwähnten Beschlüssen) ab dem 01.04.2020 nur beschränkt Lohn erhalten, wenn sie nicht arbeiten. Auch alternative Möglichkeiten sind beschränkt (z.B. Urlaub nach Personalrecht), wenn jemand an der Arbeit verhindert ist, weil er oder sie ein Kind betreuen muss.

(Publiziert am 06.05.2020, ULB 28.04.2020)

Mitarbeitende mit betreuungspflichtigen Kindern, deren Kinder krank sind

Wenn ein Kind krank ist, stehen der Betreuungsperson höchstens fünf Tage nach den Bedingungen des Personalrechts zur Verfügung (§ 85 Abs. 3 lit. e VVO). Die normalen personalrechtlichen Regelungen, wie Krankheitsfall eines Kindes, gelten auch in der Spezialsituation «SARS-CoV-2-Pandemie». Die/der Vorgesetzte kann jederzeit Belege für die Krankheit des Kindes verlangen.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)

Erwerbsausfallentschädigung (EO) für Elternurlaub aufgrund von Kinderbetreuung

Zur generellen Information: Falls UZH-Angestellte zusätzliche andere Beschäftigungen haben ausserhalb der UZH (z.B. selbständige Erwerbstätigkeit etc.), besteht generell die Möglichkeit, selbst direkt bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA) eine Erwerbsausfallsentschädigung für Elternurlaub zu beantragen. Diese kann für keinerlei Anstellungen bei der UZH beantragt werden. Die verbindlichen Informationen finden sich bei der SVA.

(Publiziert am 30.04.2020, ULB 28.04.2020)