Änderungen Ferienanspruch und Arbeitszeitregelung

Gerne informieren wir Sie über die Arbeitszeitregelung für den Jahreswechsel 2019 / 2020, die Erhöhung Ihres Ferienanspruchs ab 2020 sowie die Umsetzung von weiteren, UZH-relevanten Änderungen im kantonalen Personalrecht ab 2020.

1. Arbeitszeitregelung zum Jahreswechsel 2019/2020

Der Betrieb der Universität wird von Dienstag, den 24. Dezember 2019, bis und mit Freitag, den 3. Januar 2020, reduziert geführt. Die Universitätsleitung hat gemäss der kantonalen Vorgaben beschlossen, dass in dieser Zeitperiode zwei Tage als bezahlter Urlaub gewährt werden.

Mitarbeitende, welche in dieser Zeitperiode nicht arbeiten, müssen diesen Arbeitsausfall bei einem Beschäftigungsgrad von 100% mit 18:36 Stunden (Total 35:24 Stunden minus 2 gewährte Urlaubstage à 8:24) als Ferien oder als Mehrstunden kompensieren. Teilzeitmitarbeitende kompensieren proportional. Mitarbeitende im Stundenlohn haben die entsprechende Zeit (durchschnittliche Tagesarbeitszeit) ebenfalls zu Gute.

Mitarbeitende, die in der oben erwähnten Zeitperiode arbeiten, können die zwei gewährten Kompensationstage bis zum 30. Juni 2020 nachbeziehen. Eine Nachgewährung des bezahlten Urlaubs aus anderen Gründen als Arbeitsleistung (z.B. volle oder teilweise Krankheit oder Mutterschaftsurlaub) ist gemäss kantonaler Vorgaben ausgeschlossen.

Diese Regelungen gelten für alle Mitarbeitenden, die bis 31. Dezember 2019 oder länger angestellt sind.

2. Erhöhung des Ferienanspruchs sowie Umsetzung von weiteren, UZH-relevanten Änderungen im kantonalen Personalrecht ab 2020

Per 01. Januar 2020 hat der Regierungsrat Änderungen der Vollzugsverordnung zum  Personalgesetz (VVO) vorgenommen (RRB 405/2019 vom 17. April 2019). Das kantonale Personalrecht ist auch für die UZH bindend, deshalb werden diese Entscheide von ihr entsprechend umgesetzt.

2.1 Erhöhung Ferienanspruch

Der Regierungsrat hat für das gesamte kantonale Personal die bisher meist über den Jahreswechsel gewährten zwei bezahlten Urlaubstage als Ferienanspruch verstetigt. Zudem wird der Ferienanspruch des Mitarbeitenden-Alterssegments der 21- bis 49-Jährigen inkl. der zwei oben erwähnten Ferientage auf fünf Wochen erhöht. Die Universität Zürich als Arbeitgeberin begrüsst diese Änderung sehr.

Gemäss Vollzugsverordnung zum Personalgesetz lautet die Ferienregelung der UZH ab 01.01.2020 wie folgt:

§ 79 Den Angestellten steht im Kalenderjahr folgender Ferienanspruch zu:

a. bis und mit dem Kalenderjahr, in dem sie das 20. Altersjahr vollenden sowie den Lernenden

27 Tage       

b. vom Beginn des Kalenderjahres an, in dem sie das 21. Altersjahr vollenden

25 Tage

c. vom Beginn des Kalenderjahres an, in dem sie das 50. Altersjahr vollenden

27 Tage

d. vom Beginn des Kalenderjahres an, in dem sie das 60. Altersjahr vollenden

32 Tage

Der Anspruch bestimmt sich nach dem jeweiligen Beschäftigungsgrad.

Diese Änderung entspricht der Angleichung der Ferienbedingungen an die Standards von vielen privatwirtschaftlichen und öffentlichen Arbeitgebenden.

Ab dem Jahreswechsel von 2020 auf 2021 bedeutet dies, dass Sie keine bezahlten Urlaubstage mehr erhalten, sondern Ihre freie Zeit selbst mit Ferientagen oder der Kompensation allfällig bestehender, restlicher Mehrstunden bestreiten.

2.2 Bezug der Ferien

§ 81 VVO lautet neu:

1 Der Arbeitgeber bestimmt den Zeitpunkt der Ferien. Er nimmt dabei auf die Wünsche der Angestellten Rücksicht, soweit dies mit den betrieblichen Bedürfnissen vereinbar ist, und sorgt dafür, dass sich Angestellte ohne Anstellung von Aushilfen gegenseitig vertreten.

2 Grundsätzlich sind zwei Ferienwochen pro Jahr zusammenhängend und im laufenden Kalenderjahr zu beziehen.

3 Ferien, die im laufenden Kalenderjahr aus dienstlichen oder triftigen persönlichen Gründen nicht bezogen werden können, sind bis spätestens Mitte des folgenden Kalenderjahres zu beziehen. Der Übertrag von nicht bezogenen Ferien sowie der ausnahmsweise Vorbezug von Ferien bedürfen der Bewilligung der Verwaltungseinheit.

In § 81 VVO wird nun neu die geltende Rechtslage verdeutlicht, dass grundsätzlich die Arbeitgeberin den Zeitpunkt der Ferien bestimmt, wobei sie – soweit es mit den betrieblichen Bedürfnissen vereinbar ist – Rücksicht auf Ihre Wünsche als Mitarbeitende nimmt. Der rechtzeitige Bezug der Ferien im laufenden Jahr liegt sowohl in Ihrer Verantwortung als Mitarbeitende als auch in der Ihrer Vorgesetzten.

Im neuen Abs. 3 wird klargestellt, dass Ferien des Vorjahres bis Mitte des folgenden Kalenderjahres bezogen sein müssen. Neu hat die zuständige Verwaltungseinheit – statt wie bisher die vorgesetzte Dienststelle – die Übertragung nicht bezogener Ferientage bzw. den Vorbezug von Ferientagen zu bewilligen. Dementsprechend hat die Universitätsleitung beschlossen,

  • den Vorbezug von Ferien,
  • die Bewilligung des Übertrags von Ferienstunden über 84 Stunden, pro rata zum Beschäftigungsgrad, hinaus
  • die Bewilligung des Übertrags von Mehrstunden über 84 Stunden, pro rata zum Beschäftigungsgrad, hinaus
  • sowie die Auszahlung von Überzeit

nicht mehr nur durch Ihre direkten Vorgesetzten, sondern zusätzlich, wie in der nachstehenden Übersicht ersichtlich, bewilligen zu lassen:

 

Fakultäten

ZDU

Direktunterstellte von Mitgliedern der Universitätsleitung

1. Bewilligung

Direkt vorgesetzte Person (VG)

Direkt vorgesetzte Person (VG)

Direkt vorgesetzte Person (VG)

2. Visum

Nächsthöhere Vorgesetzten-Stufe (mindestens Institutsleitung)

Nächsthöhere Vorgesetzten-Stufe (mindestens Direktunterstellte von Mitgliedern der UL)

Direktor Finanzen und Personal (DFP).

Für Direktunterstellte des DFP: Rektor.

Für Direktunterstellte des Rektors: DFP.

Eskalations-
stufe

Dekanin / Dekan

Mitglied Universitätsleitung

keine

2.3 Ferienbezug vor Mehrzeitkompensation

Der neue § 124 Abs. 3 VVO lautet: „Die zusammenhängende Kompensation von mehr als einem Tag ist erst nach dem Bezug der Ferien zulässig“. Er regelt den in der Praxis teilweise bereits angewendeten und anerkannten Grundsatz «Ferienbezug vor Mehrzeitkompensation» neu ausdrücklich. Das bedeutet, dass Sie Ihre Ferien beziehen müssen, bevor von Ihnen Mehrzeit (= positiver Arbeitszeitsaldo) kompensiert werden kann.

Dieser Grundsatz gilt allerdings nicht absolut. So ist die Kompensation von Mehrzeit bis zu einem Tag ausgenommen. Möglich bleiben damit insbesondere der Bezug von sogenannten Brückentagen (z.B. nach Auffahrt) oder der stundenweise Bezug von Mehrzeit (z.B. durch früheren Arbeitsschluss oder auch durch Bezug eines freien Vormittags am Sechseläuten oder Knabenschiessen).

Bevor Sie jedoch aneinandergereihte Kompensationstage beziehen können, müssen Sie Ihre Ferien bezogen haben. Eine systematische Unterbrechung von Kompensationstagen durch den Bezug von Ferientagen oder durch Wochenenden ist nicht zulässig.

Mit „Ferien“ im Sinne der neuen Bestimmung sind alle Ferienguthaben gemeint, die nach bzw. mit Inkrafttreten der Verordnungsänderung am 01.01.2020 entstehen. Ferienguthaben, die vorher entstanden sind, sollen von der Regelung in Abs. 3 ausgenommen werden, sind jedoch so bald als möglich abzubauen.

Diese Verschärfung der bisherigen Regelung wird von der UZH begrüsst und entspricht der gewünschten Praxis.

Die Regelung ändert weder etwas an der Weisungsbefugnis Ihrer Vorgesetzten, Mehrstunden zu bewilligen oder zu verbieten, noch an den bestehenden Kompensationslimiten von Mehrstunden.

(15 Tage pro Jahr, max. 84 Stunden Übertragungsmöglichkeit in das Folgejahr pro rata zum Beschäftigungsgrad).

 

 

 

Für die Beantwortung von Fragen und Unterstützung zu diesen Themen stehen Ihnen die zuständige Personalleiterin / der zuständige Personalleiter in Ihrem Center of Competence der Abteilung Personal gerne zur Verfügung.

 

Im Verlauf der nächsten Monate werden Sie über die Aufschaltung der angepassten Arbeitszeittabelle sowie der entsprechenden Merkblätter für 2020 informiert.